Nyjah Huston
Profi SkateboarderDer Größte aller Zeiten
Nyjah Huston gilt weithin als einer der größten Skateboarder aller Zeiten. Geboren wurde er am 30. November 1994 in Davis, Kalifornien, heute lebt er in Laguna Beach.
Sein Vater Adeyemi stellte ihn mit etwa fünf Jahren aufs Brett, seine Mutter Kelle unterrichtete ihn zu Hause. Mitte der Nullerjahre wurde er als Wunderkind bekannt, und 2005 wurde er Profi. Seitdem hat er eine der am meisten ausgezeichneten Karrieren des Sports aufgebaut.
Sieben Super-Crown-Titel der Street League Skateboarding und 15 Goldmedaillen bei den X Games haben ihn endgültig zur Legende gemacht.
15 Mal X-Games-Gold
Sein erstes X-Games-Event bestritt Huston 2006 mit elf Jahren und wurde im Street-Wettbewerb Achter. Seitdem sammelte er 27 Medaillen, darunter 11 Goldmedaillen im Street. Mit seinem Doppelsieg in Ventura 2024 holte er sein 15. Gold.
Damit übertraf er die 14 Goldmedaillen von Bob Burnquist, der bis dahin den Rekord im Skateboard gehalten hatte. Zwischen den Siegen liegen fast zwei Jahrzehnte im Wettkampfzirkus, und die X Games blieben dabei seine wichtigste Bühne.
2026 gewann er in Sacramento Silber im Street. Auch mit Anfang dreißig steht er bei den größten Events also weiterhin auf dem Podium und fordert die junge Generation heraus.
Ein Olympia-Medaillengewinner
2024 krönte Huston seine Karriere mit der Bronzemedaille im Street-Wettbewerb der Männer bei den Olympischen Spielen in Paris, ein Meilenstein für den Sport auf der Weltbühne. Seine erste Olympia-Teilnahme war 2021 in Tokio gewesen, wo er Siebter wurde. Der Weg zur Medaille führte also über einen Rückschlag und endete drei Jahre später auf dem Podium.
Die Bronzemedaille in Paris blieb bislang seine einzige olympische Medaille. Er will sich für die Spiele 2028 in Los Angeles qualifizieren, wo er 33 Jahre alt sein wird, und die kalifornische Heimat dürfte ihm zusätzliche Motivation liefern.

Zurück an der Spitze
Am 3. Oktober 2026 gewann Huston die SLS in Paris im Stade Roland-Garros mit 36,4 Punkten vor Toa Sasaki aus Japan mit 35,4 und Giovanni Vianna aus Brasilien mit 26,8. Der Schauplatz ist sonst vor allem als Heimat der French Open bekannt.
Es war sein 28. Sieg in der Street League und sein erster SLS-Sieg seit 17 Monaten, eine lange Wartezeit für jemanden, der die Serie über Jahre geprägt hat. Sein Ziel sind 30 Siege. Dazu kommen sechs Weltmeistertitel der SLS, die ihm schon vor diesem Erfolg einen festen Platz in den Geschichtsbüchern des Wettkampfskateboardings gesichert haben.
Eine globale Ikone
Hustons Einfluss reicht weit über das Brett hinaus. Seit der Olympia-Premiere des Skateboardings ist die Popularität des Sports stark gestiegen, und Huston gehört zu den Gesichtern, die ihn zu neuen Zielgruppen in aller Welt tragen.
Seine Konstanz auf höchstem Niveau über zwei Jahrzehnte macht ihn zum Vorbild für junge Skater. Sein Weg vom Kind, das zu Hause unterrichtet wurde und mit elf bei den X Games startete, zum Olympia-Medaillengewinner zeigt, wie weit Talent und Disziplin tragen können.
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